Legasthenie – und Dyskalkulietherapie

Legasthenie

Das Wort Legasthenie stammt aus dem Altgriechischen; "legein" kann mit sprechen bzw. lesen übersetzt werden, "astheneia" bedeutet Schwäche.

Legastheniker leiden unter einer massiven und lang andauernden Störung im Schriftspracherwerb und/oder des Lesens. Meist sind beide Bereiche betroffen. Zu Beginn einer Legasthenietherapie muss daher zunächst das Lesen im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Wer richtig liest hat die besten Voraussetzungen auch richtig zu schreiben.

Die Diagnostik umfasst sowohl medizinische Untersuchungen (Augenarzt, Ohrenarzt), als auch psychische Begleitaspekte (Schulverweigerungstendenzen, Lernunlust, Ängste, Verhaltensauffälligkeiten, Schlafstörungen etc). In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, eine schulpsychologische Untersuchung anzustreben.

Von mir werden die vorschulische Entwicklung, Sprachentwicklung, Motorik, visuo-motorische Koordination, sämtliche Teilleistungen, Aufmerksamkeit, der bisherige Verlauf der Schullaufbahn, Beurteilungen, die familiäre Situation und Ressourcen exploriert. Im Anschluss daran erfolgen mit mir spezielle Lese- und Rechtschreibtests. Die Therapie erfolgt maßgeschneidert anhand der Testergebnisse. In der Regel findet eine Therapiestunde pro Woche statt (á 50 min). Über die Therapiedauer kann keine seriöse Auskunft gegeben werden, die Erfahrung zeigt aber dass von einem längeren Zeitraum ausgegangen werden sollte.

Dyskalkulie

Humm (1982, zit.n.Schilling/Prochinig 2007,15) schreibt über Dyskalkulie, auch Rechenschwäche genannt:

"Unter Dyskalkulie versteht man eine Teilleistungsschwäche auf dem Hintergrund einer normalen Begabung, die sich vor allem im Bereich des rechnerischen Denkens und Handelns auswirkt. Sie ist erkennbar als Beeinträchtigung der Rechenfertigkeit."

Hinweise auf ein mögliches Vorliegen einer Dyskalkulie sind beispielsweise Probleme beim Zehnerüberschreiten, beim Rückwärtszählen, den Zahlennachbarn nennen, Schwierigkeiten in den grundlegenden Fertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation, Probleme beim Sinnverständnis von Textaufgaben, Probleme mit dem Mengenverständnis und einiges mehr.

Die Diagnostik erfolgt durch Tests, die eine Aussage über den aktuellen Stand des Kindes im Lehrplan ermöglichen, sowie durch eigene Dyskalkulietests. Abgesehen davon werden von mir, wie bereits oben erwähnt, eine Reihe anderer Faktoren exploriert und in meine Arbeit integriert. Wie im Falle der Legasthenietherapie hat sich eine Therapiefrequenz von einer Stunde pro Woche bewährt.

Heilpädagogische Praxis Antonu
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